WALD
KUNDE
Wald ist nicht gleich Wald. Wälder können divers sein, aber auch monoton wirken. Er kann ursprünglicher Natur oder kultiviert worden sein. Aber welche Unterschiede gibt es konkret?
PRIMÄRWALD
Wusstest du schon, dass man den Urwald auch Primärwald genannt wird? Klar, liegt ja eigentlich auf der Hand warum, oder?
Unberührte Natur, ohne menschlichen Einfluss darf wachsen, wie es die natürlichen Umstände so hergeben.
Was sind genau Primärwalder?
• Tropischer Regenwald
Tropische Regenwälder existiert in den Breitengraden der (Sub)Tropen und in der Nähe des Äquators und je nach Höhenlagen unterscheidet man verschiedene Regenwaldtypen:
- Mangrovenwälder in Küstennähe
- Tieflandregenwälder
- Bergregenwälder
Es sind immerfeuchte Wälder, in denen jährlich mehr als 2000 mm Niederschlag (in Extremfällen bis zu 10000 mm) fällt und es mehr als neun feuchte Monate feucht ist. Auch herrschen dort ganzjährig etwa 25 °C, sodass daraus resultierend eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit vorliegt. Es ist kein Jahreszeitenklima und demnach ist der Wald immergrün.
• Hartlaubwald
Dieser Wald ist durch eine immergrüne Vegetation des subtropischen-mediterranen Klimas mit winterlicher Regen- und sommerlicher Trockenzeit gekennzeichnet.
Auf der Nordhalbkugel findet man Steineiche, Korkeiche, Kermeseiche, Olive und Kiefernarten. DIe Strauchschicht ist von Zistrosen, Rosmarin, Thymian und Lavendel gekennzeichnet. Auf der Südhalbkugel regieren Offenwälder — auch Fynbos genannt —, Silberbaumgewächse, Eukalyptusbäume und Kariibäume. Auch Wolfsmilchgewächse findet man vor.
• Sommergrüne — nemorale — Laubmischwälder
Der sommergrüne Laubwald steht im Allgemeinen auf guten, nährstoffreichen — nicht zu feuchten, nicht zu trockenen — Böden. Meist sind Buche, Eiche, Ahorn, Ulme, Linde, Esche, Erle und andere Laubbaumgattungen vorzufinden. Typische Sträuchersind die Gemeine Hasel, Weißdornartenund in höheren Lagen die Eberesche vorzufinden. Klimakennzeichen ist eine ungefähr vier – bis fünfmonatige Vegetationsperiode, die sich mit einer kalten Winterperiode abwechselt (außer Nadelbäume).
• Boreale Nadelwälder – Taiga
Der auf der Nordhalbkugel befindliche boreale Nadelwald besteht primär aus Fichten, Kiefern und Tannen. Dort herrscht ein kaltgemäßigtes bzw. kontinentales Klima, welches durch wenig Niederschläge und durch lange Winter mit viel Schnee und kurze Sommer gekennzeichnet ist.
SEKUNDÄRWALD
Als Sekundärwald wird ein Wald bezeichnet, der nach Zerstörung des Primärwaldes durch die natürliche Sukzession bildet und sich größtenteils aus wenigen schnellwüchsigen Arten zusammensetzt und ein lichterer und artenärmer Wald entsteht.
Ein Urwald benötigt mehr als 100 Jahre, um wieder die ursprünglich Biodiversität möglicherweise erreichen zu können.
WIRTSCHAFTSWALD
Wirtschaftwälder werden eher extrativ oder zur Produktion genutzt. Die angepflanzten Nutzwälder weisen eine bestimmte Ausrichtung der Bäume auf. Bäume stehen z.B. gezielt in einer Reihe nebeneinander, also ziemlich strukturiert und geordnet.
Also, jetzt düfte klar sein, Wald ist nicht gleich Wald.
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