SCHARM
GEFÜHL
Kennst du das auch? Du erwischst dich in einem peinlichen Moment, errötest und möchtest am liebsten im Boden versinken?
Oh, dieses Gefühl ist dir sicherlich bekannt. Und ja, es ist kein angenehmes Gefühl.
Aber was bedeutet eigentlich Schamgefühl?
Scham ist ein angeborener Affekt – also ein Gefühl, besser gesagt eine Gemütserregung, die durch äußere Anlässe oder innerpsychologische Vorgänge (Peinlichkeit, Verlegenheit, Bloßstellung, Demütigungen, Kränkungen durch andere Personen) ausgelöst wird.
Dabei erstreckt sich das Gefühl von „peinlich berührt sein“ bis hin zu einem Gefühl von „Im-Boden-versinken“.
Ein Schamgefühl ist sozusagen eine Kränkung des Selbstwertgefühls. Besonders im Kontext sozialer Gruppierungen ist es sehr unangenehm.
Und wie entsteht ein Schamgefühl?
Es kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:
- Wertvorstellungen einer Kultur
- Bildungsschicht
- Gruppe, die du dich zugehörig fühlst
Welche Varianten von Schamgefühl gibt es?
- Körperscham
- Geschlechtsspezifischer Scham
- Gruppenbasierter Scham
- Fremdscham
Ob du dich für deinen Körper schämst (zu dick, zu dünn, zu wenig Haare, zu große Hände, Nase), ob du dich für das Verhalten anderer schämst oder ob du dich schämst, mal als Mann zu weinen. Als das können Gründe dieses Gemütszustandes sein. Aber auch ein Gefühl von Versagen, Misserfolg sogar Lob kann das Schamgefühl auslösen. Verrückt, oder? Aber warum sollte man sich denn für ein Lob schämen? Ja stell dir vor, jemand ist eher introvertiert und möchte durch ein Lob nicht auf ein Mal im Mittelpunkt stehen. Oh ja, das kann einem schon ein unangenehmes Gefühl zusetzen. Aber auch Überschreitungen oder grenzverletzendes Verhalten wie lügen, gesellschaftliche Normen brechen kann ebenso zum Schamgefühl beitragen wie auch soziale und körperliche Abweichung oder sonstige abweichende Persönlichkeitsmerkmale wie laut erzählen oder lachen.
Wann hast du dich eigentlich das letzte Mal geschämt?
Fürchtest du dich vor einer negativen Reaktion deines Umfelds?
Du brauchst dich nicht zu schämen, dass du dich auch mal schämst.
Das ist einfach sympathisch und menschlich, oder?
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